Hungersnot im Südsudan

„Der Südsudan ist geprägt von Gewalt und von einer anhaltenden Hungersnot: Seit vier Jahren leidet die Bevölkerung unter dem Bürgerkrieg. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist auf Hilfslieferungen angewiesen.“ *

 

Aktuelle Situation

Die anhaltenden Kämpfe und der geringe Ertrag der letztjährigen Ernte spitzen die Situation im Südsudan weiter zu. Aufgrund der Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden stehen JAM-Mitarbeiter und Kliniken unter erhöhtem Schutz vor Kriminalität und Rebellen.

Nach der lang anhaltenden Dürre im Südsudan kam es zwischen August und September 2017 zu starken Regenfällen, durch die weite Teile der Region überschwemmt worden sind. Die weitflächige Überflutung verursacht, dass Straßen zum Teil unbefahrbar sind, was wiederum die Verteilung der Hilfsgüter erschwert.  Boote werden notdürftig zum Transport eingesetzt.

Zusätzlich sind die von der Überflutung betroffenen Dörfer von Infektionskrankheiten durch verschmutztes Trinkwasser bedroht.

Die diesjährigen Ernten sind durch das Hochwasser ebenfalls gefährdet. Zudem ist die Ernte in der Pibor-Region zum Teil von einer Invasion an Heerwurmeulen (Wanderfalter) befallen worden, die sich an das Grün der Pflanzen machten.  Dies stellte für die Bauern eine weitere Herausforderung dar.

Berichten des Auswärtigen Amts zufolge, habe Deutschlands Außenminister Gabriel während seines Besuchs im Südsudan im August 2017 die humanitäre Lage sowie die Not der Flüchtlinge mit dem südsudanesischen Präsident Kiir besprochen. Gabriel appellierte, dass die humanitäre Hilfe die Menschen erreichen müsse und die Helfer, die konstanter Lebensgefahr ausgesetzt sind, geschützt werden müssen.

 

Seit 15 Jahren ist JAM International in diesem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land tätig. Mit dieser langjährigen Erfahrung und unseren JAM-Mitarbeitern vor Ort sind wir in der Lage, effektiv und nachhaltig Hilfe zu leisten.  Im Jahr 2017 konnten wir mit den von Deutschland eingegangenen Spenden Folgendes umsetzen:

  • 33 Mitarbeiter wurden trainiert und ausgerüstet, um den notleidenden Menschen zu helfen.
  • 4 neue Kliniken für schwer unterernährte Kinder wurden in Duren, Tangajon, Kongor und Bebusin etabliert, um Notdürftige in abgelegenen Gebieten besser zu erreichen.
  • 8.070 Kinder wurden bezüglich Unterernährung untersucht und davon 1.009 schwer unterernährte Kinder mit Rationen von therapeutischer Erdnusspaste (Plumpy’nut) behandelt. Die Behandlungszeit pro Patient beträgt bis zu 8 Wochen.
  • 13.005 stillende und schwangere Frauen wurden bezüglich Unterernährung untersucht.
  • 400 Familien erhalten einen Gemüsegarten für ihren privaten Haushalt und das notwendige Training dazu, um nachhaltig ihre Familien versorgen zu können.
  • 479 Väter wurden bezüglich der Ernährung für kleine Kinder sowie Wasserreinhaltung und Hygiene geschult.
  • 1.566 Menschen wurden in ihren Privathäusern hinsichtlich der Ernährung für ihre Familien geschult.
  • 54 Gruppen für Mütter (“Mother-to-Mother“) wurden etabliert, um ein Netzwerk zwischen Frauen und die gegenseitige Unterstützung von Müttern vor Ort zu gewährleisten.
  • 496 Familien wurden hinsichtlich Gesundheit und Hygiene geschult und Latrinen zum Schutz vor Infektionskrankheiten gebaut.
  • Durch den lang ersehnten und anhaltenden Regen in der zweiten Hälfte von 2017 sind die Böden gut durchnässt und werden, sobald der Wasserspiegel sinkt, zum Anbau von Mais und Sorghum genutzt.

 

Trotz der unermüdlichen Hilfe, die JAM zusammen mit anderen Organisationen in der Pibor-Region im Südsudan leistet, bleiben die Zahlen der unterernährten Kinder anhaltend hoch.

Ohne die andauernde Hilfe von außen, ist die Situation nicht zu bewältigen. Deshalb ist unsere Hilfe dort weiterhin lebensnotwendig.  Hier können Sie nachlesen, wie der dreijährige John und seine Familie lebensrettende Hilfe durch JAM erfahren konnte.

Das JAM-Team im Südsudan setzt alles daran, möglichst vielen Menschen, vor allem Kindern, Schwangeren und Stillenden nachhaltig zu helfen.  Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

*Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/sudan-krieg-hungersnot-101~_origin-922e8b5f-c753-47a0-8b3e-eff83fc20185.html

 

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