Hungersnot im Südsudan

“Im Südsudan stehen fast eine Million Menschen vor dem Hungertod, für Zehntausende von ihnen könnte schon bald jede Hilfe zu spät sein.” – Spiegel online am 08.03.2017.

“Hunderttausende Menschen im Südsudan sind vom Hungertod bedroht.” – Tagesschau.de am 20.02.2017

 

Die Zahl der Hungernden im Südsudan wird Schätzungen zufolge im Juli 2017 auf 5,5 Millionen Menschen steigen, wenn die Hungerperiode vor der nächsten Ernte ihren Höhepunkt erreicht. Ungehinderter humanitärer Zugang zu allen, die von der Hungersnot betroffen oder bedroht sind, sei dringend nötig, um eine Wendung in der eskalierenden Katastrophe zu erreichen, forderten die UN-Organisationen.*

 

Seit 15 Jahren ist JAM International in diesem, vom Bürgerkrieg gebeutelten Land, tätig. Mit dieser langjährigen Erfahrung und unseren JAM Mitarbeitern vor Ort sind wir in der Lage, schnell und effektiv Hilfe zu leisten. Für die drei am schlimmsten betroffenen Gebiete verstärken wir, in Zusammenarbeit mit unseren Partnern, unsere humanitäre Nothilfe.

 

Herzlich bedanken wir uns bei all denjenigen, die für das Nothilfeprogramm im Südsudan schon gespendet haben.  Es ist bisher eine sagenswerte Summe von 305.000 € (stand Juni 2017) zusammengekommen. Ein unglaubliches Ergebnis, das durch die Unterstützung von zahlreichen Menschen möglich wurde. Vielen, vielen Dank dafür. Das Großartige daran ist, dass wir mit der gesamten Summe den Eigenanteil für einen großen Projektantrag bei UNICEF zusammenbekommen haben und so noch viel mehr Menschen helfen können, als wir zunächst gedacht haben.

 

Die Nothilfe ist schon jetzt in vollem Gange. Noch immer ist die Situation in der gesamten Region sehr tragisch und ist, ohne die andauernde Hilfe von außen nicht zu bewältigen. Deshalb ist unsere Hilfe dort lebensnotwendig. Das JAM Team im Südsudan arbeitet unermüdlich daran, möglichst vielen Menschen, vor allem Kindern, Schwangeren und Stillenden zu helfen.

* (Quelle: http://de.wfp.org/neuigkeiten/pressemitteilungen/hungersnot-herrscht-teilen-suedsudans)

 

Unsere Ziele:

Angesichts der andauernden Krise arbeitet JAM International mit UNICEF gemeinsam daran, die eskalierende Ernährungssituation in Pibor, Südsudan zu bewältigen.

Dazu werden folgende konkrete Maßnahmen ergriffen:

1.  Ausbau und Ausstattung der ambulanten Therapiezentren.

2.  Erfassung des Ernährungszustandes der betroffenen Kinder und Erwachsenen.

3. Sofortige Hilfeleistung durch Verteilung der “plumpy nut“-Paste (therapeutische Erdnusspaste), insbesondere an Kleinkinder, Schwangere sowie Stillende.

4. Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige.

5.  Langfristige Stabilisierung der allgemeinen Ernährungslage durch den Anbau von Gemüsegärten.

6. Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser.

7.  Schulung von freiwilligen Dorfhelfern in den Bereichen Ernährung, Wasser und Hygiene zur Verbesserung der Hygienebedingungen sowie Vermeidung von Infektionskrankheiten.

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