Hungersnot im Südsudan

Nyikoch_Logodok

Die 34-jährige Nyikoch Logodok treibt die Verzweiflung der Hungersnot dazu, dass sie sich mit ihrem 6-monatigen Baby auf eine 5-tägige Reise zu Fuß begibt, um in der JAM Klinik nahe Pibor, Südsudan lebensrettende Hilfe zu bekommen.

Als Nyikoch aufwuchs, spielte Geld keine Rolle. Reichtum zeichnete sich an der Anzahl des Viehbestandes, das eine Familie hatte, aus. Bis heute ist Viehzucht ein sehr wichtiger Bestandteil der südsudanesischen Wirtschaft. Leider hat die extreme Dürre nicht nur verheerende Folgen auf Menschen, sondern auch auf Tiere.
Nyikoch berichtet, dass während ihrer Kindheit sich ihre Familie von wildem Vieh, Tauben, Milch und wilden Früchten ernährte. Sie meinte, es war immer reichlich zu Essen vorhanden.

Die derzeitige Hungersnot steht im Kontrast zu dem, was Nyikoch aus ihrer Kindheit kennt. Mit starrem Blick ins Leere berichtet sie, dass sie jetzt gar kein Essen mehr zuhause hat. In ihrer traditionellen Grashütte lebt sie mit ihren Kindern. Ihr Mann starb vor ca. 15 Jahren an, was sie glaubt, war Malaria. Seitdem versucht sie ihre Kinder notdürftig über Wasser zu halten. Zusätzlich hat Nyikochs Familie keinen Zugang zu sauberem Wasser. Um das gewonnene Flusswasser einigermaßen zu reinigen, schütten sie Asche ins Wasser und lassen es stehen bis sich aller Schmutz am Boden des Gefäßes abgesetzt hat.

JAMs Monitore helfen Nyikoch und ihrer Tochter, Jeana. Da Jeana an Unterernährung leidet wird Nyikoch mit einer Ration therapeutischer Erdnusspaste (Plumpy’Nut) ausgestattet, mit der sie Jeana täglich versorgen kann.

Mehr Information über den Südsudan finden Sie hier.

 

Mai, 12, 2017

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