JAMs Programme in Angola

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Schulernährung

Schulernährung durch Eigenanbau
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Brunnenbau

Brunnenbau, sanitäre Anlagen & Hygiene (WASH – Water, Sanitation, Hygiene): Einrichtung und Wiederherstellung von Wasserpumpen, Aufklärung über die Instandhaltung der Anlagen und Bildung eines Wasserkomitees durch Dorfbewohner
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Landwirtschaft

Anbau von Gemüsegärten an Schulen

Hintergrund

Angola ist ein Staat in Südwest-Afrika, der sich entlang des Atlantischen Ozeans erstreckt. Seit 2002 der 27 Jahre lang dauernde Bürgerkrieg endete, hat sich die politische und wirtschaftliche Lage im Angola weitestgehend stabilisiert. Da viele Akademiker, Fachkräfte und gut ausgebildete Arbeiter während des Krieges getötet wurden oder das Land verlassen mussten, sieht sich das Land nun mit einem Bildungsdefizit konfrontiert.

Daher unternimmt die Regierung bedeutsame Schritte: Die Anzahl der Schüler in den Grundschulen stieg seit 2002 von 1,9 Millionen auf 4,9 Millionen, die Zahl derer, die lesen und schreiben können, hat sich von 28 Prozent Anfang der 2000er Jahre auf 70,6 Prozent im Jahre 2015 gesteigert. Doch auch heute verfügt nur eine Minderheit der angolanischen Bevölkerung über eine abgeschlossene Schulbildung. 80 Prozent der Kinder besuchen zwar die Grundschule, doch nur noch 19 Prozent gehen in die Sekundarstufe. In den öffentlichen Schulen ist der Standard niedrig; es fehlen Unterrichtsräume und Lehrmaterialien (Quelle: www.liportal.de/angola).

Ernährung und Bildung

Die Schulen, die JAM Deutschland mit ihrem Ernährungsprogramm unterstützt, liegen in der Provinz Benguela. Diese Provinz im Westen Angolas wurde in den letzten fünf Jahren besonders hart von langen Dürreperioden getroffen.

Vor diesem Hintergrund stellt JAMs Engagement im Bereich der Schulernährung gleich in doppelter Hinsicht einen wichtigen Beitrag zur Selbsthilfe dar: Mit jeder Breischale, erhält ein Kind nicht nur eine nährstoffreiche Mahlzeit, die für viele Kinder oft die einzige vollwertige Mahlzeit am Tag darstellt, sondern sie ist zugleich auch Grund und Ansporn für die Eltern, ihre Kinder (weiterhin) zur Schule, statt auf die Felder zum Arbeiten zu schicken, und sie so zumindest die Primar- und Sekundarstufe absolvieren zu lassen.

Da nicht genügend Schulgebäude vorhanden sind, bieten die meisten Schulen Unterricht in zwei Schichten an: eine Morgenschicht für die jüngeren und eine Nachmittagsschicht für ältere Kinder. Die aus Lehmziegeln gemauerten Klassenzimmer haben oft keine Schreibtische oder Stühle, sodass die Schüler entweder selber einen Stuhl von zuhause mitbringen oder während des Unterrichts auf einem Stein oder Baumstamm sitzen. Sind nicht genügend Klassenzimmer vorhanden, so wird der Unterricht im Freien gehalten.

Ein wichtiger Bestandteil des täglichen Schulbesuches ist die Austeilung des Mais-Soja-Breis (CSB-Brei), der mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert ist. Dies ermöglicht nicht nur den Hunger der Kinder zu bekämpfen, sondern auch einen effektiveren Unterricht durchzuführen. Die Zubereitung und der Abwasch werden von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen geleistet und in regelmäßigen Abständen von JAM überprüft.

Brunnenbau

Nahrungsmittelknappheit ebenso wie der Mangel an sauberem und frei zugänglichem Wasser sind zwei der größten sozio-ökonomischen Herausforderungen, mit welchen die Bevölkerung in Angola seit dem Bürgerkrieg zu kämpfen hat.

Sooft es die topografischen Gegebenheiten ermöglichen, werden JAMs Brunnenbohrungen in unmittelbarer Nähe von Schulen durchgeführt, damit nicht nur die Schule, sondern das ganze Dorf von sauberem Trinkwasser profitiert. Das erleichtert die tägliche Zubereitung des CSB-Breis sowie das Abspülen nach den Mahlzeiten. Bei den Brunnen handelt es sich um Tiefbrunnen. Diese werden bis in das natürlich vorkommende Grundwasser abgeteuft ( bis zu 90 Meter), wodurch sie die gewünschte Wasserleistung unabhängig von Niederschlägen konstant liefern.